

Dem deutschen Namen ist es schon anzuhören: die Menschen interessieren sich vor allem für die Wurzel dieser prächtigen, bis zu 2,50 m hohen Pflanze, die feuchte Wiesen und Ufer bevorzugt und im ganzen aromatisch duftet. Im weiteren Gegensatz zur Waldengelwurz sind die Blattstiele rund und hohl. Die enthaltenen Furanocumarine können phototoxische Reaktionen hervorrufen.
Die Wurzel der Echten Angelika enthält vor allem Bitterstoffe und ätherische Öle und wird hauptsächlich bei Appetitlosigkeit, Völlegefühl und Blähungen eingesetzt (nicht bei Geschwüren in Magen oder Darm).
Anwendung z.B.: als Tee 1TL zerkleinerte Wurzel pro Tasse, 30 Minuten vor der Mahlzeit als Appetitanreger, max. 2 mal täglich.




Ackerschachtelhalmkraut (Equisetum arvense) wird zur Aquarese bei bakteriellen und entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege und bei Nierengrieß sowie zur Wundheilung
verwendet.
Die Heilpflanze kann mit dem giftigen Sumpfschachtelhalm verwechselt werden. (Unterscheidungsmerkmal: der erste Seitenspross ist beim Ackerschachtelhalm länger als die Blattscheide der
Hauptachse).

Die Gundelrebe ist nicht nur lecker, sie hat auch zahlreiche Anwendungsgebiete in der Pflanzenheilkunde.
Auf Grund der in ihr enthaltenen Gerbstoffe eignet sie sich gut zur Auflage auf geschwürige und eitrige Wunden.
Gundelrebenurtinktur (in der Apotheke erhältlich) hilft gut bei Nebenhöhlenentzündungen: 3x tägl. 10 Tropfen auf die Zunge.
Der gefleckte Schierling gehört zu den giftigsten einheimischen Pflanzen. Sokrates wurde durch eine Schierlingszubereitung („Schierlingsbecher“) hingerichtet.

Weißdorn ist DIE Pflanze, wenn es um Erkrankungen des Herzens und Blutdruckprobleme geht. Dabei wirkt sie regulierend sowohl bei Bluthochdruck als auch bei zu niedrigem Blutdruck.
Bei beginnenden Herzproblemen (Herzschwäche, Herzrythmusstörungen, Luftnot) bis Stufe 2 (-> NYHA-Definition) kann Weißdorn ebenfalls eingesetzt werden – darf aber nicht den Besuch bei der Ärztin ersetzen.
Weißdornextrakte fördern die Durchblutung der Herzkranzgefäße, stärken den Herzmuskel und erhöhen dessen Toleranz gegenüber mangelnder Sauerstoffzufuhr.
Bei leichter Herzinsuffizienz oder Blutdruckproblemen wird eine mindestens 6-wöchige Kur mit einer Tagesdosis von bis zu 5 gr Droge (Blüten und Blätter) empfohlen. Kontraindikationen,
Neben- oder Wechselwirkungen bestehen nicht.