Kategorien-Archiv Doldenblütler

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Kümmel

Gewürz- und Heilkraut ohne Nebenwirkungen – das ist der Kümmel. Seine Frucht (Samen) hilft bei der Verdauung, wirkt blähungstreibend und lindert damit zusammenhängende Krämpfe in Magen und Darm. (Wichtig ist natürlich, die Winde dann auch zu entlassen!).

Wer mit Darmpilz zu tun hat, kann versuchen, ihn mit Kümmelöl (zb auf einem kleinen Zuckertablettchen) zu bekämpfen – denn das mag er offensichtlich gar nicht.

Kümmel

Kümmelpflanze im botanischen Garten

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Doldenblütler (Apiaceae)

Unter den Doldenblütlern finden sich einige essbare und wertvolle Heil-, aber auch zahlreiche Giftpflanzen. Es ist daher hier besonders wichtig, ganz genau zu schauen und sich vor allem die Unterscheidungsmerkmale einzuprägen. Hierzu finden sich bei den relevanten Pflanzen Verweise auf Verwechslungsmöglichkeiten (Achtung: keine Garantie auf Vollständigkeit!). Eine umfangreichere Zusammenfassung habe ich online in dem Artikel „Wilde Möhre oder Schierling“ gefunden.

Gemeinsame Merkmale der Mitglieder dieser Pflanzenfamilie sind:

  • ein- oder mehrfach gefiederte Blätter
  • Blätter sind stets wechselständig, häufig mit auffälliger Blattscheide
  • der charakteristische Blütenaufbau in Form von mehreren, meist kreis-symmetrisch angeordneten Dolden oder Doppeldolden
  • die Stengel sind meist hohl und haben auffällig verdickte Knoten
  • oft bilden sie Pfahlwurzeln
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Angelica Silvestris – Wilde oder Wald-Engelwurz

Die kaum heilkräftige Schwester der Echten Engelwurz liebt tiefgründige, humusreiche Böden und ist bevorzugt auf feuchten Wiesen, an Wegrändern, in Auwäldern oder Flachmooren zu finden.

Die Blätter der Wald-Engelwurz sind einmal mehr gefiedert als die des Giersch. Weitere Erkennungszeichen: Blattstiel hat oben eine Rinne (anders als bei der Echten Angelika, die auch größer ist).

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Wilder Fenchel (Foeniculum vulgare)

Fenchelfrüchte (Samen), und in noch stärkerem Maße das daraus gewonnene Öl, helfen bei Verdauungsbeschwerden (Blähungen, Magen-Darm-Krämpfe, Appetitlosigkeit, Völlegefühl) und sind schleimlösend im Bereich der Atemwege. Fencheltee wirkt bei jungen Müttern auch milchbildend.

Angebaut werden Bitter- und Süßfenchel, beide haben ähnliche Heilwirkungen, wobei der süße Fenchel weniger appetitanregend wirkt.

Wilder Fenchel
Wilder Fenchel
Fenchel: ein gelbblühender Doldenblütler

Fenchelblüte

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Knollenkälberkropf

 

Der Knollenkälberkropf ist keine Heilpflanze. Laut Rohkostwiki aber zumindest essbar… (???) Verwechslungsgefahr mit Taumelkälberkropf und Schierling!

Der Knollenkälberkropf ist daran zu erkennen, dass er (nur) in den ersten beiden Abschnitten des Stengels dicht behaart ist.
Der Knollenkälberkropf ist daran zu erkennen, dass er (nur) in den ersten beiden Abschnitten des Stengels dicht behaart ist.

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Taumelkälberkropf

 

Tiere, die den Kälberkropf fressen, geraten ins Taumeln – für sie ist diese Pflanze giftig. Auf Menschen wirkt eine Einnahme nicht ganz so schlimm. Heilwirkungen oder andere Nutzen sind nicht
bekannt.

Die Blätter des Taumelkälberkropfs sind (im Vergleich zum Wiesenkerbel) matt und runder - außerdem hat er Haare am Stengel
Die Blätter des Taumelkälberkropfs (links) sind im Vergleich zum Wiesenkerbel (rechts) matt und runder – außerdem hat er Haare am Stengel

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Anis

 

Die Früchte (= Samen) des Anis (Pimpinella anisum) oder aus ihnen gewonnenes Öl können zur Schleimlösung bei Erkältungen, oder als Aromatikum und zur Krampflösung im Verdauungstrakt
eingesetzt werden.

Anisöl muss unbedingt vor Licht geschützt aufbewahrt werden, sonst entsteht giftiges Cis-Anethol!

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Giersch

 

Ungebetener, recht invasorischer Gast in vielen Gärten und zugleich ein leckeres Wildgemüse: das ist der Giersch. Früher einmal wurde er auch Zipperleinskraut genannt und galt als Mittel gegen
Gicht, Rheuma und Arthritis. Für diese Wirkungen gibt es jedoch keine naturwissenschaftlichen Belege.

Giersch.
Ein glücklicher Giersch.

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Wiesenbärenklau

 

Wiesenbärenklau: Ungefährlicher Bruder des phototoxischen Riesenbärenklau.
Wiesenbärenklau: Ungefährlicher Bruder des phototoxischen Riesenbärenklau. Ganz weiche behaarte Blätter….

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Echte Engelwurz / Angelika archangelica

Dem deutschen Namen ist es schon anzuhören: die Menschen interessieren sich vor allem für die Wurzel dieser prächtigen, bis zu 2,50 m hohen Pflanze, die feuchte Wiesen und Ufer bevorzugt und im ganzen aromatisch duftet. Im weiteren Gegensatz zur Waldengelwurz sind die Blattstiele rund und hohl. Die enthaltenen Furanocumarine können phototoxische Reaktionen hervorrufen.

Die Wurzel der Echten Angelika enthält vor allem Bitterstoffe und ätherische Öle und wird hauptsächlich bei Appetitlosigkeit, Völlegefühl und Blähungen eingesetzt (nicht bei Geschwüren in Magen oder Darm).

Anwendung z.B.: als Tee 1TL zerkleinerte Wurzel pro Tasse, 30 Minuten vor der Mahlzeit als Appetitanreger, max. 2 mal täglich.

Engelwurz im April: vertrockneter, kindshoher Blütenstand vom Vorjahr
Blütenstand vom Vorjahr

Angelica arcangelica - aufplatzende Knospe Anfang Juni
Angelica arcangelica – aufplatzende Knospe Anfang Juni